Schliengen: Preisgekrönte Erfindung zum Patent angemeldet - Schliengen - Verlagshaus Jaumann

2022-06-23 06:43:22 By : Mr. Steven Liu

Schliengen. Das Jugend-forscht-Team der Gemeinschaftsschule / Hebelschule Schliengen erreichte im Fachgebiet „Geo- und Raumwissenschaft“ in der Kategorie „Schüler experimentieren“ des Jugend forscht-Wettbewerbs Baden-Württemberg den ersten Platz. „Mit ihrem Forschungsprojekt einer kompakten und robusten Textilfaserfiltrierung konnten die drei Schülerinnen nach etlichen Experimenten einen wirkungsvollen Beitrag zur Gewässerreinhaltung vorlegen“, teilt die Schule mit.

Filtersystem: Beitrag zur Gewässerreinhaltung

Im Wesentlichen ging es Lara Drolshagen (12), Marie-Charlotte Bonfiglio (13) und Meike Wessel (13) darum, schädliche Mikro-Kunststofffasern aus dem Spülabwasser von Waschmaschinen herauszufiltern, bevor diese ins Meer gelangen und die dortige Tierwelt massiv schädigen können. Über die Nahrungskette wäre dann auch der Mensch davon betroffen.

Die drei Nachwuchsforscherinnen der Hebelschule Schliengen hatten dabei starke Konkurrenz: Im Februar konnten sie die Jury bereits von ihrem Konzept und ihrer Präsentation beim Regionalwettbewerb in Freiburg überzeugen (wir berichteten). Dort hinterließ ihre Präsentation und ihre Entwicklung einen so guten Eindruck, dass ihnen empfohlen wurde, ihr Filtersystem zum Patent anzumelden, was diese mit einem eigenen Patentantrag bereits erledigt haben.

Lara Drolshagen (12), Marie-Charlotte Bonfiglio (13) und Meike Wessel (13) investierten im Rahmen der Jufo- AG der Hebelschule und auch Zuhause mehr als ein halbes Jahr Arbeit an verschiedenen Prototypen und ermittelten für ein funktionstüchtiges Filtersystem die notwendige Komponenten.

Mit verschiedenen Filterweiten untersuchten sie aufwändig das Abwasser etlicher Waschmaschinenladungen auf Textilfaserrückstände und anderes in Abhängigkeit von der Beladung und protokollierten diese genau. Dabei kehrten sie das Prinzip eines Regenwasserfilters um und fanden damit eine kostengünstige Konstruktion.

Insbesondere das Selbstreinigungssystem ihres Filters ist ein Kernstück ihrer Entwicklung, auf das die drei Jungforscherinnen besonders stolz sind. Ihr Filtersystem wäre geeignet, die Faserbelastung um etwa 95 Prozent bereits am Ort ihrer Entstehung, also an der Waschmaschine, zu reduzieren. Das Filtrat gelangt somit nicht in das Abwassernetz, sondern wäre einfach über den Hausmüll zu entsorgen. Meike, Lara und Marie-Charlotte legten Wert auf einen benutzerfreundlichen und nachhaltigen Betrieb ihrer Anlage.

Von der Wettbewerbs-Jury wurden auch der fachliche Hintergrund, die Präsentation sowie die Teamleistung und die experimentelle Dokumentation berücksichtigt.

Die Schülerinnen freuen sich darüber, dass eine Neuenburger Firma bereits Interesse an ihrer Erfindung, aber auch an den neugierigen Mädchen selbst gefunden hat. Meike, Lara und Marie Charlotte wurden von der Firma eingeladen und bekamen eine interessante Führung geboten. „Wir durften sogar in Bereiche, die sonst keinem Besucher gezeigt werden“, sagten Lara und Marie-Charlotte stolz.

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